Glossar zum Mobilitätsplan

Hier finden Sie Erklärungen zu den Fachbegriffen, die im Rahmen des Mobilitätsplans genutzt werden.

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Aufenthaltsqualität

Aufenthaltsqualität bedeutet, dass Menschen sich an einem öffentlichen Ort wohlfühlen und gerne dort bleiben. Wichtig sind dafür zum Beispiel Sauberkeit, Sicherheit, Begrünung, Sitzgelegenheiten und Angebote aus Gastronomie, Kultur und Handel.

Eine hohe Aufenthaltsqualität steigert die Lebensqualität, fördert das soziale Miteinander und stärkt die Wirtschaft vor Ort.

Fußgängerüberweg (FGÜ)

Intermodalität

Mikromobilität

Mikromobilität beschreibt, wenn Menschen sich mit Kleinst- und Leichtfahrzeugen fortbewegen. Dazu gehören zum Beispiel alle Arten von Fahrrädern, Skateboards sowie verschiedene elektrisch betriebene Fahrzeuge wie E-Scooter (elektrische Tretroller), Segways oder Hoverboards.

Menschen nutzen diese Fahrzeuge oft auf kürzeren Wegen, zum Beispiel für den Weg von der Haltestelle zur Haustür.

Mobilitätsmanagement

Mobilitätsmanagement umfasst Maßnahmen, mit denen Unternehmen und Behörden ihre Mobilität umweltfreundlicher und leistungsfähiger gestalten. Mobilität bezieht sich hier auf Arbeitswege, Dienstreisen und den Fuhrpark.

Zu den Maßnahmen gehören zum Beispiel Angebote für den öffentlichen Nahverkehr, den Radverkehr oder Fahrgemeinschaften. Das wirkt sich positiv auf die Umwelt aus und kann gleichzeitig Kosten einsparen. Daneben können die Maßnahmen auch die Motivation und Gesundheit der Beschäftigten fördern.

Modal Split

Der Modal Split gibt in Prozenten an, welchen Anteil einzelne Verkehrsmittel an allen täglichen Wegen in einem bestimmten Gebiet haben.

Die Werte lassen sich berechnen, indem eine ausreichend große Anzahl an privaten Haushalten schriftlich zu ihrer Mobilität befragt wird. Im Ergebnis beziehen sich die Werte auf die Anzahl der Wege oder die Länge der Wege. Sie helfen dabei, den Verkehr besser zu verstehen und zu planen – zum Beispiel, ob mehr Busse oder neue Radwege notwendig sind.

Multimodalität

Menschen nutzen für unterschiedliche Wege verschiedene Verkehrsmittel. Eine Person macht zum Beispiel mit ihrem Auto einen Ausflug am Wochenende, fährt mit dem Bus zur Arbeit und nimmt das Fahrrad für den Einkauf.

Nahmobilität

Der Verkehr über kurze Entfernungen bis 2 Kilometer, meist innerhalb eines einzelnen Zentrums, eines Wohngebiets oder im Arbeitsumfeld.

Viele Menschen können diese Entfernungen gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen. Für manche Menschen sind diese Strecken aber so lang, dass sie sich auf dem Weg zu Fuß kurz erholen müssen und eine Sitzgelegenheit benötigen.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Der öffentliche Personennahverkehr, kurz ÖPNV, umfasst den allgemein zugänglichen Verkehr im Nah- und Regionalbereich. Dazu zählen Regionalbahnen, S- und U-Bahnen, die Saarbahn und Busse.

Park+Ride-Anlagen

Abstellanlagen an Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs. Sie dienen dazu, die Wege mit dem Personenkraftwagen (PKW) und dem Bus oder der Bahn auf einem Reiseweg zu verbinden.

P+R-Anlagen können unterschiedlich aussehen: Es gibt einfache Parkplätze oder aber auch bewachte Parkhäuser mit Informationen in Echtzeit, wann der nächste Bus oder die nächste Bahn abfährt.

Parkierungsanlage

Ein Gebäude oder eine Fläche zum Abstellen von Kraftfahrzeugen. Das sind zum Beispiel Parkhäuser, Tiefgaragen, Parkplätze und -decks.

Pedelec

Die Abkürzung für den englischen Begriff 'Pedal Electric Cycle'. Dieser beschreibt ein Fahrrad mit einem Elektromotor, der die fahrende Person nur dann unterstützt, wenn sie in die Pedale tritt.

Das Pedelec gilt rechtlich als Fahrrad. Um es nutzen zu können, brauchen Personen keinen Führerschein, kein Versicherungskennzeichen und theoretisch auch keinen Helm. Es ist zur eigenen Sicherheit trotzdem empfohlen, einen Helm zu tragen. 

Piktogrammkette

Es handelt sich dabei laut Straßenverkehrsordnung (StVO) um Radverkehr-Sinnbilder (vereinfachte Bildsymbole) auf der Fahrbahn, die im Abstand von 25 bis 50 Metern aufgebracht werden.

Sie markieren die Radfahrer-Führung auf Straßen, wenn es keinen eigenen Radweg gibt, ehöhen die Sichtbarkeit und stärken das Sicherheitsgefühl. Häufig sind sie auf Hauptverkehrsstraßen ohne Radweg zu finden.

Querungsstelle/-möglichkeit

Ein Ort, an dem Menschen gut und sicher über die Straße gehen können. Dazu zählt zum Beispiel ein Zebrastreifen oder eine Verkehrsinsel.

Radbügel

Im Boden befestigte Bügel aus Stahl, an denen Fahrräder angelehnt und mit einem Schloss gesichert werden können.

Resilienz / Klimaresilienz

Resilienz bedeutet Anpassungsfähigkeit. Wenn etwas als klimaresilient gilt, kann es sich gut an die Veränderungen anpassen, die durch den Klimawandel entstehen.

Seitenräume

Der Begriff Seitenräume bezeichnet den Bereich zwischen der Fahrbahn und den angrenzenden Grundstücken. Das sind zumeist Gehwege, Grünstreifen oder Radwege.

Sharing

Der englische Begriff für 'Teilen'. Als Fachbegriff beschreibt Sharing, wenn mehrere Menschen ein Fahrzeug abwechselnd nutzen. Es gibt verschiedene Sharingsysteme für Autos, Fahrräder und E-Scooter (elektrische Tretroller).

SUMP

Die Abkürzung für 'Sustainable Urban Mobility Plan' oder auf Deutsch 'Nachhaltiger, städtischer Mobilitätsplan'. Unter diesem Namen fördert die Europäische Union den Mobilitätsplan 2040 der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Die Stadt soll dafür besonders nachhaltige Angebote für die Mobilität stärken. Nachhaltig heißt, dass die heutigen Generationen mit ihren Handlungen kommende Generationen nicht belasten.

Umweltverbund

Die Gruppe der umweltfreundlichen Verkehrsmittel. Zusammengefasst gehören dazu nicht motorisierte Verkehrsmittel, zum Beispiel Zufußgehen oder Fahrrad fahren, und öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge, S-Bahnen, U-Bahnen und ähnliches.

Mittlerweile ist auch Carsharing (mehrere Menschen teilen sich ein Auto) ein Teil des Umweltverbundes, weil es laut dem Umweltbundesamt private Personenkraftwagen (PKW) ersetzt. Es spart damit vor allem Flächen ein und vermindert die Umweltbelastungen durch den Verkehr.

Verkehrsentwicklungsplan (VEP)

Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) zeigt in Zahlen, Texten und Karten, wie sich der Verkehr in einem Gebiet in den nächsten 10 bis 15 Jahren entwickeln wird. Der VEP beschreibt Strategien und Maßnahmen, die diese Entwicklung beeinflussen sollen. Daneben legt er auch Ziele fest, die in Zukunft erreicht werden sollen.

Ein VEP ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Er ist hilfreich, um der Politik und der Verwaltung eine Orientierungshilfe für ihre Entscheidungen zu geben.

Versiegelung

Die Versiegelung beschreibt das luft- und wasserdichte Verschließen von Oberflächen. Die Versiegelung von Böden findet häufig bei Straßen, Plätzen und gepflasterten Wegen statt.

Wenn es sehr heiß ist, heizen die versiegelten Flächen deutlich mehr auf als unversiegelte Flächen, auf denen Wasser vor Ort versickern und im Boden gespeichert werden kann.

Walking Bus

Eine deutsche Bezeichnung ist 'Laufbus'. Das beschreibt eine Gruppe von Schulkindern, die zu Fuß und von Erwachsenen begleitet gemeinsam zur Schule gehen.

Wie bei einem Bus gibt es Haltestellen, an denen sich die Kinder der Gruppe anschließen.