Planungsprozess

Die nachhaltige Mobilitätsplanung folgt einem klaren Prozess mit 4 Phasen und insgesamt zwölf Planungsschritten.

Blick aus der Kaiserstraße auf die Johanneskirche - LHS

Blick aus der Kaiserstraße auf die Johanneskirche - LHS

Blick aus der Kaiserstraße auf die Johanneskirche - LHS

Jeder Schritt beantwortet zentrale Fragen und baut auf den vorherigen Ergebnissen auf. So entsteht ein durchdachter, transparenter und wirksamer Plan für die Mobilität der Zukunft in Saarbrücken.

Die Leitlinien zur Erstellung eines nachhaltigen urbanen Mobilitätsplans (SUMP) fassen die einzelnen Planungsphasen wie in der nachfolgenden Graphik abgebildet zusammen.

In der ersten Planungsphase wird eine Bestandsanalyse erstellt, die die Stärken und Schwächen  in den verschiedenen Themenfeldern herausarbeitet.

Es folgt eine Prognose der zukünftigen Verkehrsentwicklung in der zweiten Phase. Diese wird über interne und externe Faktoren beeinflusst. Über Szenarien werden Handlungsspielräume und Entwicklungsoptionen aufgezeigt. Daraus wird ein Prognoseszenario 2040 und ein Leitbild für die künftige Mobilität entwickelt. Es entsteht ein abgestuftes Zielkonzept mit Ober-, Teil- und Unterzielen.

Darauf aufbauend werden bei der dritten Phase für die Handlungsfelder Maßnahmen bzw. Maßnahmenpakete erarbeitet und deren Wirksamkeit und Umsetzbarkeit bewertet.

Das Ergebnis ist ein integriertes Handlungskonzept. Dort sind die bis 2040 vorgesehenen Maßnahmen aufgeführt und nach Umsetzungshorizonten (kurz-, mittel-, langfristig) sortiert und erläutert.

In der letzten Phase wird das Handlungskonzept in die Praxis umgesetzt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden schrittweise realisiert und durch systematisches Monitoring und eine Evaluation begleitet.

So entsteht ein Kreislauf aus Planung, Umsetzung, Überprüfung und Anpassung. Dieser wird die Mobilität in der Landeshauptstadt Saarbrücken langfristig nachhaltig gestaltet.

Eine anschauliche Darstellung und Erläuterung des Planungsprozesses finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Verkehr unter dem nachfolgenden Link.

Begleitende Beteiligungsformate

Der Planungsprozess wird von unterschiedlichen öffentlichen und nicht­öffentlichen Beteiligungsformaten begleitet. Hierbei wird die Saarbrücker Bevölkerung zu den verschiedenen Planungsphasen in den Prozess eingebunden.

Graphik "Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung" (SUMP) - Rupprecht Consult

Graphik "Nachhaltige Urbane Mobilitätsplanung" (SUMP) - Rupprecht Consult

12 Schritte der nachhaltigen urbanen Mobilitätsplanung - Rupprecht Consult 2019

Das Konzept nachhaltiger urbaner Mobilitätspläne wird nach den „Leitlinien für nachhaltige Mobilitätspläne (SUMP) seitens der EU folgendermaßen definiert: „Ein nachhaltiger urbaner Mobilitätsplan ist ein strategischer Plan, der die Mobilitätsbedürfnisse von Menschen und Unternehmen in Kommunen und deren Umgebung mit dem Ziel einer besseren Lebensqualität erfüllen soll. Er baut auf bewährten Planungsansätzen auf und berücksichtigt in besonderem Maße Zusammenarbeits-, Beteiligungs- und Evaluationsprinzipien.“

Die acht Prinzipien sind: 

•    Nachhaltige Mobilität unter Betrachtung verkehrlicher Wechselwirkungen mit dem Umland planen
•    Über institutionelle Zuständigkeiten hinweg zusammenarbeiten
•    Bürger*innen sowie Interessenträger*innen einbeziehen
•    Aktuelle und zukünftige Leistungsfähigkeit des Mobilitätsystems bewerten
•    Langfristige Vision und klaren Umsetzungsplan definieren
•    Alle Verkehrsträgerintegriert entwickeln
•    Monitorring und Evaluation vorbereiten
•    Qualität im gesamten Planungs- und Umsetzungsprozess sichern. 

Entsprechend dieser Leitlinien wird das Konzept für den Mobilitätsplan 2040 in Saarbrücken konzipiert.