Handlungsfeld Wirtschafts- und regionaler Verkehr (inkl. Einkaufs- und Tourismusverkehr)

Analyse zum Handlungsfeld Wirtschafts- und regionaler Verkehr

Zahlen, Daten, Fakten

Handlungsfeld Wirtschafts- und regionaler Verkehr (inkl. Einkaufs- und Tourismusverkehr)

Wirtschafts-Regionaler-Verkehr - LHS

Wirtschafts-Regionaler-Verkehr - LHS

Wirtschafts-Regionaler-Verkehr - LHS

  • Insbesondere bei Einkaufsverkehren dominiert der Kfz-Verkehr (täglich 46 Prozent und langfristig Bedarf 42 Prozent Wegeanteil), während bei Freizeitwegen der Fußverkehr deutlich vorn liegt (39 Prozent Wegeanteil) und hier hauptsächlich vom Kfz-Verkehr eine Verlagerung erfolgt. Die anderen Verkehrsmittel unterscheiden sich nur geringfügig (Ausnahme täglich Bedarf im ÖPNV 5 Prozent).
  • Daten zu regionalen Verkehren liegen bislang nur vereinzelt vor. Bei den stadtgrenzen-überschreitende Wege (Wege ins Umland) zeigt sich jedoch eine deutliche Dominanz des Kfz-Verkehrs (68 Prozent Weganteil).

 

Umsetzungsstand der Maßnahmen zum Wirtschaftsverkehr* aus dem VEP 2030

Handlungsfeld Wirtschafts- und regionaler Verkehr (inkl. Einkaufs- und Tourismusverkehr)

Wirtschaftsverkehr - LHS

Wirtschaftsverkehr - LHS

Wirtschaftsverkehr - LHS

Umsetzungsstand der Maßnahmen zum regionalen Einkaufs- & Tourismusverkehr* aus dem VEP 2030

Handlungsfeld Wirtschafts- und regionaler Verkehr (inkl. Einkaufs- und Tourismusverkehr)

regionalerVerkehr - LHS

regionalerVerkehr - LHS

regionalerVerkehr - LHS

Wo kommen wir her – wo stehen wir heute?

  • Entwickeltes Lkw- Führungsnetz (VEP 2030): Schwerverkehre werden über möglichst unsensible Routen geführt; Konzept für Lkw-Durchfahrts-verbote entwickelt – Umsetzung jedoch komplex
  • Industrie- und Gewerbeflächen im Stadtgebiet: der überwiegende Teil ist an das übergeordnete Straßennetz angebunden, was eine gute Erschließungs-qualität erzeugt

Stärken und Herausforderungen in Saarbrücken

Stärken

  • Überregionale Anbindung: durch A1, A6, A620 und A623 besteht eine sehr gute überregionale Erreichbarkeit
  • Anbindung Gewerbegebiete: das bestehende Straßennetz und die eingerichtete Führung bietet für die Gewerbegebiete im Stadtgebiet gute Erreichbarkeiten
  • Erreichbarkeit Innenstadt: über den Hbf sowie die Vielzahl an Parkbauten ist eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt für Einkaufs-, Freizeit und touristische Zwecke gegeben
  • Touristische Attraktivität: Altstadt, Fußgängerzone und Uferpromenade sind Anziehungspunkte für touristische Aktivitäten

Herausforderungen

  • Standortvoraussetzungen: Planungen für Gewerbe-und Industriestandorte sind zumeist auto-orientiert erfolgt
  • P+R für ankommende Verkehre: Lage, Anbindung, Kosten (ÖV-Ticket) und Vielzahl an innerstädtischen Parkmöglichkeiten begrenzen die Wirkung
  • Innerstädtische Logistik: Erfolgt auf klassischem Wege; strukturierte Ladezonen, konsequente Durchsetzung von Regelungen sowie emissionsarme oder integrierte Logistikkonzepte bislang nur begrenzt etabliert
  • Gestalterische Defizite in zentralen Straßenräumen: Autoorientierte Straßenräume weisen geringe Aufenthaltsqualitäten auf; Arkaden können zur Verschattung beitragen, schränken jedoch zugleich die Gestaltung und Nutzungsvielfalt des Straßenraums ein

Potenziale und Handlungserfordernisse

  • ÖPNV-Verbindung zu umliegenden Städten: die Bahnanbindung überregional und an umliegende Städte stellt einen wesentlichen Standort- und Erreichbarkeitsfaktor dar, den es für den Einkaufs- und Tourismusverkehr (insb. auch aus Frankreich) zu stärken gilt; zum Beispiel über P+R an den Einstiegsbahnhöfen.
  • Städtebauliche Umgestaltung touristischer Anziehungspunkte: weitergehende Stärkung von Aufenthaltsräumen durch Begrünung, Entsiegelung und Flächenumverteilung zur Ausbildung autofreier (Erlebnis-)räume.
  • Messe-Kongress-Kultur-Zentrum: neuer Anziehungspunkt mit Besucherfrequenz muss verkehrlich eingebunden werden.
  • Integrierte Standortplanung: Mobilität, Emissionen und logistische Effizienz bei der Planung von Gewerbe- und Industriestandorten; Mobilitätsoptionen für wesentliche Arbeitsplatzschwerpunkte stärken.
  • Lieferkonzepte pilotieren: emissionsarme Konzepte für die Belieferung der Innenstadt können dazu beitragen Emissionen sowie auch Flächen zu sparen; dabei kann die Elektro-Mobilität ein wesentlicher Bestandteil sein (Elektro-Lastenräder, Elektro-Fahrzeuge).
  • Regionale Erreichbarkeit bisher unzureichend integriert: Die Bedeutung regionaler ÖPNV-Angebote (zum Beispiel RE, RB, ICE sowie Express- und PlusBusse) für Pendel-, Einkaufs- und Arbeitsverkehre wurde bislang nur begrenzt systematisch betrachtet
  • ÖPNV-Anbindung von Gewerbegebieten weiterentwickeln: Erreichbarkeit von Arbeitsplatzschwerpunkten – insbesondere zu Rand- und Schichtzeiten – prüfen und durch attraktive regionale ÖPNV-Angebote verbessern