Zahlen, Daten und Fakten

Handlungsfeld Radverkehr und Mikromobilität

Radverkehr_Zahlen-Daten-Fakten - LHS

Radverkehr_Zahlen-Daten-Fakten - LHS

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  • ​Der Radverkehr hat sich deutlich entwickelt: von 4 Prozent auf 11 Prozent  der Wege – fast verdreifacht, aber weiterhin unter dem Niveau vieler anderer Städte
  • Viele Wege sind kurz: Ein Großteil der Ziele liegt unter 5 Kilometer entfernt – trotzdem wird hier häufig das Auto genutzt statt des Fahrrades
  • 40 Prozent  der Saarbrückerinnen und Saarbrücker fahren nie Fahrrad – nur 28 Prozent nutzen es regelmäßig
  • E-Bikes sind auf dem Vormarsch: 25 Prozent  der Haushalte besitzen eines – vor allem Menschen über 50 nutzen sie

Umsetzungsstand der Maßnahmen zum Radverkehr* aus dem VEP 2030

 

Handlungsfeld Radverkehr und Mikromobilität

Radverkehr_Umsetzungsstand-VEP - LHS

Radverkehr_Umsetzungsstand-VEP - LHS

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Wo kommen wir her - wo stehen wir heute?

  • Mikromobilität: Im VEP 2030 noch nicht thematisiert, inzwischen Bestandteil der Verkehrsplanung
  •  Modernisierung von Fahrradabstellanlagen: Ausbau des Angebots sowie sukzessiver Austausch älterer Anlagen durch Anlehnbügel
  • Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur: Neue Radverkehrsführung auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke
  •  Fahrradfreundliche Umgestaltung: Hohenzollernstraße als Fahrradstraße, Nauwieser Viertel als Fahrradzone
  • Geschützter Radfahrstreifen: Neue, baulich gesicherte Führung für den Radverkehr in der Betzenstraße

Stärken und Herausforderungen in Saarbrücken

Stärken

  • Infrastrukturmaßnahmen: In den letzten Jahren zahlreiche Markierungen und Umgestaltungen zugunsten des Radverkehrs
  • Freigaben im Straßennetz: Geöffnete Einbahnstraßen und freigegebene Busspuren verbessern Durchlässigkeit und Netzqualität
  • Fahrradabstellanlagen: Quantitativ gutes Angebot an Abstellmöglichkeiten im Stadtgebiet, qualitativ weiter ausbaufähig
  • Vielfältige Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs: Fahrradstraßen, -zonen, Grünpfeile und angepasste Knotenpunktlösungen als breites Instrumentarium zur Verbesserung der Radverkehrsführung

Herausforderungen

  • Radführung im Mischverkehr: Häufig ohne getrennte Infrastruktur, mit Konflikten zwischen Rad-, Fuß- und Kfz-Verkehr
  • Trennwirkungen im Stadtgebiet: Saar, A620 und Bahntrassen erschweren durchgehende Verbindungen
  • Fehlendes durchgängiges Radverkehrsnetz: Teilweise fragmentierte und nicht durchgängige Infrastruktur
  • Komplexe Knotenpunkte und Engstellen: Große Kreuzungen, Brücken, Unterführungen und Engstellen mit Barrierewirkung und eingeschränkter Befahrbarkeit

 

Potenziale und Handlungserfordernisse

  • Durchgängige Radverkehrsinfrastruktur schaffen: Sichere Führungsformen, ausreichende Breiten und einheitliche Qualitätsstandards gewährleisten
  • Potenziale der Mikromobilität nutzen: Vorhandene Sharing-Angebote erweitern
  • Konflikte im Verkehrsraum reduzieren: Schnittstellen zwischen Rad-, Fuß-und Kfz-Verkehr durch klar geregelte Begegnungsbereiche und optimierte Knotenpunkte entschärfen
  • Subjektive Sicherheit stärken: Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsempfindens im Radverkehr weiterentwickeln
  • Querbarkeit verbessern: Barrieren wie Saar, topografische Gegebenheiten und Hauptverkehrsstraßen sicherer und effizienter überwindbar machen
  • Potenziale der E-Mobilität gezielt nutzen: E-Bikes erhöhen Reichweite, verbessern Komfort und erleichtern den Radverkehr in Bereichen mit Steigung
  • Kurze Distanzen konsequent nutzen: Potenziale des Radverkehrs auf kurzen und mittleren Strecken gezielt ausschöpfen und den Anteil des Fahrrads im Alltagsverkehr weiter steigern
  • Alltagskonflikte im Radverkehr reduzieren: Radwege und -streifen konsequent freihalten, das Abstellen von E-Scootern ordnen und Baustellen radverkehrsgerecht führen, um Sicherheit und Alltagstauglichkeit zu erhöhen