Handlungsfeld ÖPNV

Analyse zum Handlungsfeld ÖPNV

Zahlen, Daten, Fakten

Handlungsfeld ÖPNV

ÖPNV_Zahlen-Daten-Fakten - LHS

ÖPNV_Zahlen-Daten-Fakten - LHS

ÖPNV_Zahlen-Daten-Fakten - LHS

  • Insgesamt werden die Voraussetzungen zur Nutzung des ÖPNV (im Vergleich zu den weiteren Verkehrsmitteln) am schlechtesten bewertet (Durchschnittlich 3,1 und 3,4). Auch im gesamtdeutschen Schnitt (Durchschnittlich 2,8) sowie im Vergleich zu raumstrukturell vergleichbaren Städten (Durchschnittlich 3,3) liegen die Ergebnisse auf einem eher schlechteren Niveau.
  • Rund ein Drittel (34 Prozent) der Saarbrückener:innen haben einen Zeitfahrausweis für den ÖPNV. 22 Prozent der Erwachsenen haben keinen Pkw-Führerschein.

 

Umsetzungsstand der Maßnahmen zum Radverkehr* aus dem VEP 2030

Handlungsfeld ÖPNV

ÖPNV_Umsetzungsstand - LHS

ÖPNV_Umsetzungsstand - LHS

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Wo kommen wir her – wo stehen wir heute?

Erschließungsqualität im ÖPNV in Saarbrücken:

Die Erschließungsqualität bewertet die Zugänglichkeit im Stadtgebiet Saarbrücken zum öffentlichen Nahverkehr. Sie berücksichtigt die Entfernung zu Haltestellen, die Art der angebotenen Verkehrsmittel sowie die Anzahl der Abfahrten an Werktagen.

83 Prozent der Bevölkerung steht ein mindestens gutes ÖPNV-Angebot zur Verfügung. Rund 14 Prozent der Bevölkerung erreichen lediglich eine mittelmäßige Erschließungsqualität, weitere 3 Prozent werden als nur ausreichend eingestuft. Jeweils 1 Prozent erreichen Daseinsvorsorge beziehungsweise sind nicht erschlossen.

Stärken und Herausforderungen in Saarbrücken

Stärken

  • Konkurrenzfähigkeit: Entlang der Bahnachsen und mit zunehmender Entfernung übertrifft der ÖPNV den MIV in der Erreichbarkeit
  • Verbessertes Tarifsystem: Mit der Einführung des Deutschland-Tickets sowie der Umsetzung eines neuen Tarif-systems wurden die Tarife vereinfacht, für Gelegenheits-fahrende ist die Tarifstruktur weiterhin unübersichtlich und wenig attraktiv
  • Bus-Priorisierung: Bevorrechtigungen durch Busspuren und ÖPNV-Vorrangschaltungen
  • Saarbahn-Neuanschaffungen: Neue Wasserstoffbusse und neue Saarbahn-Züge

Herausforderungen

  • Grenzüberschreitender ÖPNV: Tarifliche Hemmnisse und wenig attraktive Angebote

  • ÖPNV außerhalb der Kernstadt: Abgesehen von den Saar-bahntrassen und einzelnen starken Achsen ist der ÖPNV kaum als richtige Mobilitäts-lösung erkennbar und wird nicht als Alternative zum Pkw wahrgenommen

  • Nebenverkehrszeiten & Freizeitmobilität: Geringe Angebotsdichte in den Abendstunden sowie an Sonntagen
  • Mangelnde Zuverlässigkeit: Teilweise Einschränkungen im Fahrplan durch Personalmangel und technische Ausfälle von Fahrzeugen führen auch zu Akzeptanzhemmnis

Potenziale und Handlungserfordernisse

  • Barrierefreiheit: Eine flächendeckende Barrierefreiheit im ÖPNV fehlt weiterhin. Während 17 der 18 Saarbahnhaltestellen vollständig barrierefrei ausgebaut sind, ist der Anteil der barrierefreien Bushaltestellen zwar von 5 Prozent (2016) auf rund 30 Prozent deutlich gestiegen, zeigt aber auch weiterhin großen Verbesserungsbedarf.
  • Zufriedenheit und Zuverlässigkeit: Die Verkehrsqualität des ÖPNV wird insgesamt als durchwachsen wahrgenommen. Besonders Haltestellenqualität und Pünktlichkeit werden eher negativ bewertet. Die mangelnde Pünktlichkeit bestätigen auch die Analysen: Durchschnittlich kommt es in den Hauptverkehrszeiten im ÖPNV bei einer Reisezeit von 30 Minuten zu einer Verzögerung von circa 8 bis10 Minuten.
  • Ausbau und Entwicklungen: Komplexe Zuständigkeiten (Verbund, Internationalität) und langwierige Planungsprozesse hemmen schnelle Veränderungen im ÖPNV. Transparenz durch Kommunikation und Zwischenstände ermöglichen.
  • Anstehende Umsetzungen: Liniennetzoptimierungen bei Saarbahn und Einführung des S-Bahn-Konzepts ab 2026 und Saarbahn-Weiterbau zum Halberg ermöglichen neue Potenziale.
  • Haltestellenqualität und Service gezielt verbessern: Witterungsschutz, Informationsangebote und Aufenthaltsqualität an Haltestellen ausbauen, um die Nutzungsqualität und Attraktivität des ÖPNV zu erhöhen.