
Umbau Fußgängerüberweg Am Geisenberg, Dudweiler (vorher) - LHS
Maßnahmen zur Schulwegsicherheit - Jan Halberstadt
Maßnahmen zur Schulwegsicherheit - Jan Halberstadt
Maßnahmen zur Schulwegsicherheit - Jan Halberstadt
Die Stadtämter stimmen sich zu den Meldungen ab und überprüfen sie vorrangig (vor Ort). Bei bestätigten Mängeln suchen sie nach Möglichkeiten zur Abhilfe. Dabei können in der Folge verkehrsregelnde und/oder bauliche Maßnahmen stattfinden.
Diese routinierte und bewährte Vorgehensweise hilft dabei, dringliche Mängel fortlaufend zu bearbeiten und zu beseitigen.
Die folgenden Beispiele zeigen bereits umgesetzte Maßnahmen. Sie sind zum einen die Folge einer Mängelmeldung und zum anderen im Zusammenhang mit einem Schulwegplanungsprozess entstanden.
Die Einrichtung von Fußgängerüberwegen (FGÜ) trägt einen wesentlichen Teil zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kindern bei. Aber nicht nur deren bloße Existenz ist hier wichtig, sondern auch die Art der Ausführung. Das Vorziehen der Seitenräume bringt viele Vorteile mit sich. Die Fußgänger können durch die neue Position von den Autofahrern viel besser gesehen werden, vor allem wenn am Fahrbahnrand geparkt wird. Dies kann ebenfalls das Falschparken auf oder unmittelbar vor dem FGÜ unterbinden.
Eine schmälere Fahrbahn wirkt sich auch positiv auf die Verkehrsberuhigung aus. Zudem ist die zu überquerende Strecke wesentlich kürzer, was vor allem für Kinder ein großer Vorteil ist. Die fußgängergerechte Umgestaltung verbessert die Aufenthaltungsqualität im betroffenen Straßenabschnitt und bietet eine größere Aufenthaltsfläche. Natürlich richten sich die neugestalteten Bereiche auch nach den Bedürfnissen von mobilitätseingeschränkten oder blinden Personen und sind barrierefrei nach DIN ausgebaut.
Eine Elternhaltestelle dient dazu, den Hol- und Bringverkehr mit PKWs an einer Grundschule besser zu regeln. Oft entstehen chaotische Situationen vor dem unmittelbaren Schuleingang, bei dem Eltern teilweise auch auf dem Gehweg halten, um die Kinder an der Schule abzusetzen. Da die Gehwege im direkten Schulumfeld sensible Bereiche darstellen, können zunächst Poller gegen Falschparker helfen.
Der Standort, an dem Eltern ihre Kinder bringen und abholen können, verlagert sich an einen geeigneteren Standort, um dort geordneter ablaufen zu können. Die Stellplätze einer Elternhaltestelle sind extra für Eltern vorgesehen und sollen von den übrigen Verkehrsteilnehmern freigehalten werden. Sie haben hier die Möglichkeit, fünf Minuten am vorgesehenen Standort zu halten. Das Kind kann dann ein- oder aussteigen und die restlichen Meter zu Fuß zur Schule laufen.
Sowohl bei Querungshilfen als auch bei Gehwegverlängerungen ist es nicht immer nötig, eine Straße direkt umzubauen. Dies kann schnell zeit- und kostenintensiv werden. Um zeitnah eine effektive Verbesserung der Situation zu erzielen, können Sperrflächen und Poller zur Eingrenzung eines bestimmten Bereichs auf der Fahrbahn nützlich sein. So lassen sich geschützte Fußgängerbereiche schnell umsetzen. Zudem verbessern sich dadurch wesentlich die Sichtbeziehungen. In diesem Bereich umfassen die Maßnahmen die Verschmälerung von viel zu großen Einmündungsbereichen, die Verdeutlichung der Verkehrsführung, eine Neusortierung von Parkflächen und eine Beruhigung des Verkehrs.
Die Sichtbeziehung zwischen Fußgängern und Autofahrern zu verbessern trägt einen sehr großen Teil zur Steigerung der Verkehrssicherheit bei. Das bezieht sich zum Beispiel auf Einmündungsbereiche, in denen Fußgänger die Straßenseite wechseln und Autos im Kurvenbereich parken. Hier hilft die Markierung des Verkehrszeichen 299 (Zick-Zack) dabei, das generelle Halteverbot zu verdeutlichen und den Einmündungsbereich gut einsehbar zu halten.
Im Bereich von Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen) ist eine gute Sicht auf den Gehweg ebenfalls von großer Wichtigkeit. Das Halten oder Parken ist aus Sicherheitsgründen an dieser Stelle ebenfalls zu unterbinden, zum Beispiel durch das Aufstellen von Pollern.
Im direkten Schulumfeld oder an Querungsstellen von Fußgängerinnen und Fußgängern auf Hauptstraßen ist es oft sinnvoll, die Geschwindigkeit für den Kfz-Verkehr zu reduzieren. Somit reduzieren sich Angsträume von Kindern und sie bekommen ein stärkeres Sicherheitsgefühl. Autofahrende können zudem besser auf bevorrechtigte Fußgängerinnen und Fußgänger reagieren, die die Straße überqueren möchten.
Fußgänger-Piktogramme auf den Gehwegen verdeutlichen die einfachen Querungspunkte auf dem Schulweg (ohne Zebrastreifen oder Ampel). Somit wissen Kinder, welche Punkte gut zur Querung geeignet sind und wo sie die beste Sicht auf herannahende Autos haben. Eine entsprechende Beschilderung mit dem Hinweis "Achtung Kinder" macht zudem die Autofahrenden frühzeitig auf den Querungsbereich aufmerksam.