Luisenviertel – CCC 2.0
Visualisierung Hohenzollernstraße - WSV Beratende Ingenieure
Visualisierung Hohenzollernstraße - WSV Beratende Ingenieure
Visualisierung Hohenzollernstraße - WSV Beratende Ingenieure
Folgende Straßen sind in TP 16 einbezogen:
- Hohenzollernstraße (Eisenbahnstraße - Roonstraße)
- Keplerstraße (Stengelstraße - Gutenbergstraße)
- Gutenbergstraße (Keplerstraße - Eisenbahnstraße)
- Neugeländstraße, Gabelsbergerstraße, Dragonerstraße
Der Straßenumbau folgt dem Ziel, das Mikroklima, die Aufenthaltsqualität und den sozialen Zusammenhalt zu verbessern. Er soll daneben auch den Rad- und Fußverkehr fördern, den Kfz-Verkehr reduzieren und neue Grünelemente integrieren.
Im Frühling 2026 haben die Bauarbeiten begonnen und dauern voraussichtlich bis Sommer 2027 an.
Verkehrsführung
Um die gewünschten Ziele zu erreichen, bieten sich verschiedene Maßnahmen an.
Als erstes passt die Landeshauptstadt die Verkehrsregelung an. Der Kfz-Durchgangsverkehr in der Fahrradstraße Hohenzollernstraße wird zukünftig durch die neue Verkehrsführung wegfallen.
Die Landeshauptstadt erreicht dies, indem sie die Einbahnstraßenrichtung für Kfz zwischen der Keplerstraße und der Roonstraße "umdreht".
Außerdem hebt sie die Einbahnstraßenregelung in der Keplerstraße auf. So kann der Kfz-Verkehr zwischen der Hohenzollern- und Stengelstraße in beide Richtungen fahren. Dadurch entsteht eine neue "Ausfahrt" aus dem Quartier.
Aufenthaltsqualität
Die Straßen in diesem Quartier weisen kaum Aufenthaltsqualität auf und werden sehr stark von parkenden Fahrzeugen dominiert. Im gesamten Straßennetz des Quartiers, da circa 15.000 Quadratmeter Straßenfläche beträgt, sind nur 16 Baumstandorte vorhanden.
Das entspricht lediglich einer unversiegelten Fläche von weniger als 100 Quadratmetern (weniger als 1 Prozent der Gesamtfläche). Im Umkehrschluss bedeutet das eine hohe thermische Belastung und einen hohen Bedarf zur Erhöhung des Grünateils im Quartier.
Um diese Defizite zu beheben, erhöht die Landeshauptstadt deutlich den Grünanteil und die Anzahl der Bäume. Im gesamten Plangebiet werden 43 neue Baumstandorte und 15 neue Tiefbeetstandorte entstehen.
Die neuen Baumscheiben legt die Landeshauptstadt so an, dass sie das Mikroklima im Quartier durch mehr unversiegelte Fläche verbessern. Gleichzeitig tragen sie dabei zu einem schöneren Straßenbild bei.
Visualisierung Keplerstraße - WSV Beratende Ingenieure
Visualisierung Keplerstraße - WSV Beratende Ingenieure
Visualisierung Keplerstraße - WSV Beratende Ingenieure
Verkehrsberuhigung
Die wenig befahrene Neugeländ-, Gabelsberger- sowie Dragonerstraße werden als Verkehrsberuhigte Bereiche gestaltet. Sie erhalten einen niveaugleichen Ausbau in Pflasterbauweise mit Baumscheiben und Parkständen in versetzter Anordnung.
Dadurch steigt die Aufenthaltsqualität und die Verkehrsgeschwindigkeit sinkt. Da die heutigen Gehwege oft schmaler als 1,5 Meter sind, bieten die neuen Mischverkehrsflächen den Fußgängerinnen und Fußgängern zukünftig bessere Bedingungen.
Quartierparks
Zusätzliche Aufenthaltsqualität und mehr soziale Begegnungsflächen werden die beiden neuen Quartierparks in der Gabelsbergstraße und in der Neugeländstraße bieten.
Sie sind so gestaltet, dass sie Bereiche für Ruhe und Entspannung sowie für Spiel und Aktion enthalten.
Visualisierung Neugeländstraße - WSV Beratende Ingenieure
Visualisierung Neugeländstraße - WSV Beratende Ingenieure
Visualisierung Neugeländstraße - WSV Beratende Ingenieure
Barrierefreiheit
Im Quartier sind keine barrierefreien Querungsstellen vorhanden. Aus diesem Grund stellt die Landeshauptstadt Saarbrücken nun zahlreiche barrierefreie Querungsstellen neu her.
Das gilt natürlich auch für die beiden signalisierten Knotenpunkte Hohenzollernstraße/Roonstraße und Keplerstraße/Stengelstraße.
Beleuchtung
Da die vorhandene Straßenbeleuchtung im Quartier veraltet ist, erneuert die Landeshauptstadt sie im Zuge des Umbaus. Sie ersetzt dabei die über der Fahrbahn abgespannte Beleuchtung in der Hohenzollernstraße durch neue Mastleuchten im Seitenraum.
Visualisierung Gabelsbergerstraße - WSV Beratende Ingenieure
Visualisierung Gabelsbergerstraße - WSV Beratende Ingenieure
Visualisierung Gabelsbergerstraße - WSV Beratende Ingenieure
Die Blau-Grüne Infrastruktur beschreibt das intensive Zusammenwirken von Straßenplanung, Wasserwirtschaft und Grünplanung mit dem Ziel, das Klima zu schützen.
Blau-grüne Infrastruktur
Im Plangebiet sollen erstmalig in Saarbrücken Baumstandorte und Grünbeete entstehen, die das Prinzip der Blau-Grünen Infrastruktur umsetzen. Die Blau-Grüne Infrastruktur beschreibt das intensive Zusammenwirken von Straßenplanung, Wasserwirtschaft und Grünplanung mit dem Ziel, das Klima zu schützen.
Dafür testet die Landeshauptstadt Saarbrücken im Projektgebiet verschiedene neue Methoden für Baumbepflanzungen:
- In der Hohenzollernstraße und in beiden Quartierparks kommt das Stockholmer Modell zum Einsatz. Die dabei genutzte Grobschotter-Pflanzenkohle-Mischung weist gute Tragfähigkeitswerte auf, ohne eine hohe Verdichtung zu besitzen.
Die Mischung kann daher von Bäumen gut durchwurzelt werden. Die Pflanzkohle eignet sich zudem als Nährstoff für die Baumwurzeln und besitzt ein gutes Wasserspeichervermögen. - Das Volumen des Baumsubstrats wächst von den "üblichen" 12 Kubikmetern auf 24 Kubikmeter an, um den Bäumen bessere Lebensbedingungen zu bieten.
- Das Niederschlagswasser von den Gehwegen fließt in die Baumscheiben ein. Der Baum speichert das Wasser unterirdisch, sodass er dauerhaft und vor allem in Dürreperioden mit ausreichend Wasser versorgt ist.