Schulwegplanung

Für jede Grundschule und auch weiterführende Schule sollte ein so genannter Schulwegplan existieren und immer wieder auf Aktualität geprüft werden.

Sechs Schulkinder stehen an einer Fußgängerampel und möchten die Straße überqueren.

Schulwegplanung - Jan Halberstadt

Schulwegplanung - Jan Halberstadt

Schulwegplanung - Jan Halberstadt

Der Schulwegplan ist eine Karte vom Schulumfeld, die die sichersten Wege zur Schule sowie Gefahrenstellen zeigt. Mithilfe dieses Plans können Schulen Empfehlungen für Querungsstellen und vorteilhafte Wege geben. So können sie die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler deutlich verbessern.

"An vielen Orten gibt es auf dem Schulweg allerdings Gefahrenstellen [...]. In solchen Fällen kann ein Schulwegplan die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler deutlich verbessern." Bundesanstalt für Straßen- & Verkehrswesen (BASt)

Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) schreibt dazu: "Der Weg zur Schule soll für alle Kinder möglichst sicher sein. An vielen Orten gibt es auf dem Schulweg allerdings Gefahrenstellen, zum Beispiel unübersichtliche Kreuzungen, Ampeln mit langer Wartezeit oder sehr schmale Gehwege. In solchen Fällen kann ein Schulwegplan die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler deutlich verbessern."

Ein Schulwegplan ist auf jede Schule individuell zugeschnitten. Die Erarbeitung erfolgt meist in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung, der Polizei und weiteren Beteiligten.

Der Plan richtet sich generell an die Eltern, deren Kinder zu Fuß in die Schule gehen. Je nach Verkehrsmittelwahl können aber auch Hol- und Bringzonen oder Informationen zur Nutzung des ÖPNV oder des Fahrrads in einem Schulwegplan gekennzeichnet sein.

Die Erstellung eines Schulwegplanes erfolgt in vier Phasen:

  1. Startphase
    • Finden von Projektpartnern, Bildung von Arbeitsgruppen, Formulieren von Zielen für den Schulstandort
    • Abstecken eines Zeitplanes
       
  2. Bestandaufnahme
    • Durchführung einer Befragung (Fragebogen zum Mobilitätsverhalten inklusive Kartenmaterial zur Identifizierung der Problemstellen und Hauptschulwege)
    • Untersuchung der verkehrlichen Situation an der Schule, im Schulumfeld und auf den Hauptschulwegen (inklusive einer Prüfung von Unfallhäufungsstellen)
    • Finden von Lösungen zur Problembehebung auf den Schulwegen (zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kindern)
    • Festlegen von sicheren Hauptschulwegen als Empfehlung für die Zukunft (der sicherste Schulweg ist nicht immer der kürzeste Schulweg)
       
  3. Umsetzung
    • Schrittweise Umsetzung der Lösungen (Umfang/Zeitrahmen und Kosten der Maßnahmen müssen abgewogen werden)
    • Abbildung der zukünftigen Hauptschulwege auf einer Karte in einer einfachen, verständlichen Darstellung (die Verwaltung unterstützt Schule und Eltern bei der Erstellung/Zeichnung des Schulwegplans)
    • Verteilung der Karte an alle Schülerinnen und Schüler sowie Eltern
    • Spielerische Begleitung der Maßnahmen durch Aktionen mit Vereinen wie beispielsweise ADAC oder ADFC
       
  4. Wirkungskontrolle
    • Nach etwa 12 Monaten erfolgt eine erneute Befragung der Schulen und Eltern hinsichtlich der Wirkung der Maßnahmen
    • Gibt es neue oder weiterhin bestehende Probleme?
    • Ist der Schulwegplan noch aktuell? Halten sich die meisten Kinder daran? Sind neue Schulwege entstanden?

Pro Jahr soll in Zusammenarbeit mit den Schulen ein Schulwegplan pro Stadtbezirk erstellt werden.

In Folge von Mängelmeldungen sowie im Zusammenhang mit einem Schulwegplanungsprozess hat es bereits mehrere Maßnahmen im Sinne der Schulwegsicherung gegeben.

 

Außerdem zeigen diese beiden Dokumente Beispiele von bisher erstellten Schulwegplänen.