Rundgänge

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat in Kooperation mit dem Verein Geographie ohne Grenzen im Rahmen des Mobilitätsplans kostenfreie Rundgänge zu Themen der Mobilitätsplanung angeboten.

Rundgänge

Rundgänge zum Mobilitätsplan 2040 - Leon Fürtig

Rundgänge zum Mobilitätsplan 2040 - Leon Fürtig

Rundgänge zum Mobilitätsplan 2040 - Leon Fürtig

Vertretende von Geographie ohne Grenzen und dem Stadtplanungsamt stellen bei den Rundgängen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Analyseergebnisse und Ideen aus der Mobilitätsplanung vor. Darauf aufbauend steigen alle Anwesenden in eine gemeinsame Diskussion ein.

Im Vorfeld legen die Veranstaltenden eine Route fest, die verschiedene Verkehrssituationen in der Stadt abdeckt. Sie zeigen bei der Tour zum einen Umbaumaßnahmen, die die Landeshauptstadt Saarbrücken in den letzten Jahren umgesetzt hat. Zum anderen veranschaulichen sie anhand praktischer Beispiele, welche Stellen noch optimierungsbedürftig sind.

Obwohl es sich hier um einen Rundgang handelt, sprechen die Teilnehmenden neben dem Fußverkehr auch über allgemeine Mobilitätsthemen. Sie haben zudem die Möglichkeit Fragen zu stellen und Anmerkungen zu geben.

Die genauen Themen der Rundgänge, die bisher stattgefunden haben, können Sie hier nachlesen.

Westliche Innenstadt

Am 19. Juni sowie 21. August 2026 haben Landeshauptstadt Saarbrücken und Geographie ohne Grenzen interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Rundgang durch die westliche Innenstadt eingeladen.

Rundgänge

Rundgang westliche Saarbrücker Innenstadt - LHS

Rundgang westliche Saarbrücker Innenstadt - LHS

Rundgang westliche Saarbrücker Innenstadt - LHS

  • 1. Station: Hauptbahnhof

    Der Vorplatz des Hauptbahnhofs ist der Startpunkt des Planungsrundgangs in der Innenstadt. An diesem Umsteigepunkt verknüpfen sich die unterschiedlichsten Verkehrsmittel.

    Die Teilnehmenden haben hier zum Beispiel über die problematische Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs mit dem Fahrrad aus Richtung des Nauwieser Viertels / Kaiserstraße gesprochen.

  • 2. Station: Eingang Lützelbachtunnel, Knotenpunkt Trierer- / St. Johanner Straße

    Der Lützelbachtunnel stellt eine gute Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Wohngebiet Rodenhof dar.

    Die neue Wegeführung des Radweges von der St. Johanner Straße über die Trierer Straße zum Tunnel haben die Teilnehmenden als positiv empfunden.

    Dagegen waren sich die Teilnehmenden einig, dass der Tunnel besser einsehbar werden muss. Zudem haben sie das Sicherheitsgefühl, wenn sie durch den Tunnel fahren oder gehen, als geringer bewertet.

  • 3. Station: Westspangenkreisel und St. Johanner Straße

    An dieser Station haben die Teilnehmenden erfahren, wie sich der Umbau des Straßenraums auf die Verkehrsführung auswirkt. Die verbesserte Verbindung in der Hafenstraße entlastet den Verkehr in der Trierer Straße.

    In der Klausener Straße, die als wichtige Verbindung zum Rastpfuhl dient, ist die Radverkehrsinfrastruktur derzeit noch nicht vollständig ausgebaut.

    Die Teilnehmenden haben zudem Anregungen zur Begrünung der versiegelten Mittelinsel des Kreisverkehrs gegeben.

  • 4. Station: Hafenstraße und Kreisverkehr Faktoreistraße

    In der Diskussion sticht vor allem die besondere Bedeutung dieses Zugangs zur Saar heraus. Mit Ausnahme des Aufzugs an der Berliner Promenade ist die Rampe neben der Wilhelm-Heinrich-Brücke der einzige barrierefreie Zugang zur Saar in der zentralen Innenstadt.

    Die Teilnehmenden haben an dieser Station zudem die Notwendigkeit der Pkw-Erreichbarkeit der Arztpraxen an der Berliner Promenade angesprochen. Besonders für mobilitätseingeschränkte Patienten ist es wichtig, dass die Praxen gut erreichbar sind.

  • 5. Station: Hafenstraße / Kohlwaagstraße

    Anhand von 3D-Visualisierungen der geplanten Umgestaltung haben die Teilnehmenden an dieser Station diskutiert, wie dadurch die Aufenthaltsqualität steigen kann.

    Die Teilnehmenden haben die Planungen positiv bewertet und sie als mögliche Vorbilder für weitere Standorte angesehen. Einige von ihnen haben die Stadtverwaltung motiviert, bei der Planung noch mehr Flächen zu entsiegeln.

  • 6. Station: Viktoriastraße / Luisenbrücke

    Die Verkehrszählungen zeigen, dass sich das Verkehrsaufkommen auf den innenstadtnahen Brücken durch Verkehrslenkungsmaßnahmen in den letzten 15 Jahren reduziert hat. Dies ermöglicht nun zum Beispiel, dass die Landeshauptstadt die Viktoriastraße neugestaltet.

    Die Veranstaltenden haben den Teilnehmenden hier die geplanten Maßnahmen vorgestellt. Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern, plant die Landeshauptstadt Baumpflanzungen, Radverkehrsanlagen und neue Gehwegbeläge.

  • 7. Station: Knotenpunkt Kaiserstraße / Ursulinenstraße / Viktoriastraße

    Der Knotenpunkt hat eine große Bedeutung für den gesamten Innenstadtverkehr.

    Die Teilnehmenden haben an dieser Station über eine mögliche nördliche Innenstadtumfahrung im Bereich des Bormannspfads sowie über das neue Parkhaus in der Ursulinenstraße diskutiert.

  • 8. Station: Kaiserstraße / Sulzbachstraße

    Das Verkehrsaufkommen hat sich durch eine veränderte Verkehrslenkung in der Kaiserstraße deutlich verringert.

    Während des Rundgangs haben die Teilnehmenden über die Möglichkeit einer ausgeweiteten Beruhigung des Verkehrs als Folge dieser Entwicklung gesprochen.

    Im Verkehrsentwicklungsplan 2030 sind hierzu bereits erste Planungsansätze enthalten.

    Die Teilnehmenden haben an dieser Station darauf hingewiesen, dass sie zusätzliches Entsiegelungspotenzial für die Planungsansätze sehen, die in der 3D-Visualisierung zu sehen waren.

    Seit dem Beschluss des VEP 2030 im Jahr 2016 hat sich das Klima verändert, was zu verstärkten Überhitzungen städtischer Räume führt.

  • 9. Station: Beethovenstraße / Sulzbachstraße

    Aktuell plant die Landeshauptstadt die Umgestaltung der Beethovenstraße zu einer Fahrradstraße. Sie stellt eine wichtige Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Nauwieser Viertel dar.

    Den Übergang für Fußgänger und Radfahrer an der Dudweilerstraße haben die Teilnehmenden als problematisch empfunden.

    Sie stehen ebenso der Nutzung des Beethovenplatzes als Parkplatz und der damit verbundenen Versiegelung kritisch gegenüber. In diesem zentralen Platz stecken große ungenutzte Potenziale.

  • 10. Station: Blumenstraße / Johannisstraße

    Diese Station befindet sich in Saarbrückens erster Fahrradzone.

    Die Teilnehmenden haben bestätigt, dass in der Fahrradzone trotz eines Durchfahrtsverbots weiterhin starker Pkw-Durchgangsverkehr herrscht. Daher haben sie sich ergänzende verkehrslenkende Maßnahmen gewünscht, um den Verkehr im Viertel zu beruhigen.

    Carsharing-Angebote spielen in den Wohnvierteln der Innenstadt eine größere Rolle als in den Außenbezirken. Dies veranschaulicht das Beispiel des Cambio-Carsharing-Standorts in der Blumenstraße. Die Teilnehmenden haben diesen Standort als Grundlage zur Diskussion genutzt.

  • 11. Rathausvorplatz

    Die Überlegungen zur Umgestaltung der Kaiserstraße (Station 8) bilden eine Verbindung zu den möglichen Visionen für den Rathausvorplatz. Durch den beobachtbaren Funktionswandel der Innenstädte ergeben sich Chancen für die Steigerung der Aufenthaltsqualität.

    Die Teilnehmenden haben die Ideen zur Umgestaltung des Rathausvorplatzes befürwortet. Zusätzlich haben sie auch hier Hinweise eingebracht, dass andere Städte mittlerweile anspruchsvolle Konzepte zur Verbesserung des Stadtklimas und zur Entsiegelung der Stadträume entwickelt und angewandt haben.

    Des Weiteren haben die Teilnehmenden über den Neubau des Rathaus-Parkhauses und die Perspektiven einer multimodalen Quartiersgarage gesprochen.

Malstatt und Alt-Saarbrücken

Am 20. Juni 2026 haben die Landeshauptstadt Saarbrücken und Geographie ohne Grenzen zusammen mit Interessierten die Stadtteile Malstatt und Alt-Saarbrücken besichtigt.

Rundgänge

Rundgang Malstatt und Alt-Saarbrücken - LHS

Rundgang Malstatt und Alt-Saarbrücken - LHS

Rundgang Malstatt und Alt-Saarbrücken - LHS

  • 1. Station: Parkplatz Rastpfuhl-Carrée

    Am Startpunkt hat der Rundgangsleiter darauf hingewiesen, dass es auf dem Parkplatz keine separaten Fußwege gibt. Außerdem finden sich an diesem zentralen Einkaufspunkt des Quartiers nur sehr wenige Radabstellmöglichkeiten.

    Die Lebacher Straße haben die Teilnehmenden unterschiedlich wahrgenommen.

    Auf der einen Seite hat die Lebacher Straße eine übergeordnete Funktion im Straßennetz und weist dementsprechend einer höhere Verkehrsbelastung auf. Einige Verkehrsteilnehmende nehmen die multifunktionale Nutzung der Straße als belastend wahr.

    Andererseits sorgt die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h für eine geringere Lärmbelastung. Vor ungefähr 10 Jahren hat die Landeshauptstadt zudem Fahrradschutzstreifen eingerichtet, die Autofahrende achten müssen.

    Die neu angebrachten Poller an den Gehwegen sorgen für zusätzliche Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger.

  • 2. Station: Pariser Platz

    Die Teilnehmenden haben den Pariser Platz als positiv empfunden. Sie haben berichtet, dass hier viele Bürger auf den Bänken verweilen und dass es einen monatlichen Flohmarkt gibt.

    Vor allem im hinteren Bereich ist es durch den Abstand zur Straße ruhiger, weshalb die Menschen diesen Bereich stärker nutzen.

    Aktuell arbeitet das städtische Grünamt daran, die Nährstoffversorgung für die Bäume in der Platzmitte zu verbessern, damit diese besser wachsen können und somit die Aufenthaltsqualität auf dem Platz weiter ansteigt.

  • 3. Station: Hambacher Platz

    Erst vor circa 5 Jahren hat die Landeshauptstadt diesen Platz neugestaltet. Durch die Begrünung, Sitzgelegenheiten und einen Spielplatz lädt er nun zum Verweilen ein.

    Mittlerweile lockt der Platz die Bürgerinnen und Bürger auch verstärkt mit diversen Veranstaltungen und Aktionen.

  • 4. Station: Cottbuser Platz

    Aktuell nutzen die Bürgerinnen und Bürger den Cottbuser Platz vermehrt als inoffiziellen Parkplatz. Dies soll sich jedoch ändern.

    Die Landeshauptstadt plant die Umgestaltung des Platzes zu einem begrünten Treff- und Veranstaltungspunkt, um ihn für Bürgerinnen und Bürger attraktiver zu machen.

    Nebeninformation: Die Josefsbrücke ist seit dem Bau der Saarbahn 1998 autofrei, was für Menschen zu Fuß sowie auf dem Fahrrad große Vorteile bietet.

  • 5. Station: Kirchberg

    Seit 30 Jahren gestaltet die Landeshauptstadt den Kirchberg familienfreundlich um, sodass er mittlerweile die Funktion eines "öffentlichen Balkons" für die Menschen im unteren Malstatt übernimmt.

    Er dient für Familien mit Kindern als Erholungszone am Nachmittag und ist stark besucht.

    Neben zwei Schul- und zwei Kita-Geländen befindet sich zudem eine Bildungswerkstatt in diesem Areal.

  • 6. Station: Breite Straße

    Die Breite Straße ist eine Einkaufsstraße mit überregionaler Bedeutung.

    Diese rege Nutzung der Straße führt zu Zielkonflikten, was sich zum Beispiel am hohen Parkdruck und dem daraus resultierenden Parken in zweiter Reihe zeigt. Anwohnerinnen und Anwohner berichten zudem über ein vermindertes Sicherheitsgefühl und verstärkte Vermüllung.

    Die Landeshauptstadt plant aktuell eine Umgestaltung dieser Straße, um für alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen gute Bedingungen zu schaffen. Bei der Planung bezieht sie sowohl Anwohnerinnen und Anwohner als auch Gewerbetreibende ein.

    Durch die hohe Versiegelung, eine starke Ausrichtung auf den Kfz-Verkehr und die damit verbundene Hitzebelastung sind aus Sicht der Teilnehmenden Maßnahmen zum Hitzeschutz erforderlich.

  • 7. Station: Malstatter Straße / Campus Allee vor der HTW / Alvenslebenstraße / Schwarzeich

    Alt-Saarbrücken hat ein Problem mit dem ruhenden Verkehr.

    Im Stadtteil befinden sich die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), drei Gymnasien, die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), die Hochschule der Bildenden Künste (HBK), Ministerien, die Saarbahn-GmbH, die Stadtwerke und andere Institutionen.

    Ihre Bediensteten, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende konkurrieren mit der Parkplatznachfrage der Anwohnerinnen und Anwohner.

    Den Teilnehmenden fällt die Reduzierung des Verkehrslärms im Vergleich zu der Lebacher Straße deutlich auf. Des Weiteren bemerken sie eine niedrigere Fußgängerfrequenz.

    Die neuen Ein- und Ausfahrtsregelungen in der Fahrradstraße Hohenzollernstraße haben die Teilnehmenden positiv hervorgehoben.

  • 8. Station: Heuduckstraße / Kamekestraße

    Die Überdimensionierung der Heuduckstraße fällt im Verhältnis zu ihrer geringen Verkehrsbelastung besonders ins Auge.

    Durch vier Fahrstreifen wirkt die Straße für Fußgängerinnen und Fußgänger fast unüberwindbar und wenig einladend - auch wegen fehlender Bäume und Gründflächen.

    Im Vergleich zum oberen Malstatt gibt es in Alt-Saarbrücken kaum Rückzugsorte oder größere Plätze im Straßenraum.

    Der Rückbau von zwei Fahrstreifen scheint aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens eine realisitische Möglichkeit zu sein. Der gewonnene Platz könnte zukünftig für breitere Gehwege sowie Straßenraumbegrünung dienen und somit die Aufenthaltsqualität deutlich steigern.

    Möglich wäre ebenfalls eine Saarbahnverbindung aus der Innenstadt zum Quartier Schanzenberg.

  • Endpunkt

    Aufgrund der starken Hitze am Tag des Rundgangs haben die Veranstaltenden die Begehung nach circa 3 Stunden beendet. Dadurch sind die weiteren Stationen am Parkplatz Roonstraße, Hohenzollernstraße / Westspange sowie Neugeländ- und Gabelsbergerstraße weggefallen.

    Die Themen (Neu-)Nutzung von Parkflächen und Chancen für die Quartiersentwicklung durch Fördermittel soll ein weiterer Rundgang abdecken. Dieser kann gegebenenfalls auf Alt-Saarbrücken begrenzt sein.

Östliche Innenstadt

Am 18. September 2026 hat die Landeshauptstadt Saarbrücken gemeinsam mit Geographie ohne Grenzen den Rundgang in der östlichen Innenstadt veranstaltet.

Rundgänge

Rundgang östliche Saarbrücker Innenstadt - LHS

Rundgang östliche Saarbrücker Innenstadt - LHS

Rundgang östliche Saarbrücker Innenstadt - LHS

  • 1. Station: Rathausvorplatz

    Das Verkehrsaufkommen in der Kaiser- und der Großherzog-Friedrich-Straße hat in den letzten Jahren abgenommen.

    An dieser Station haben die Teilnehmenden über die Möglichkeit einer ausgeweiterten Verkehrsberuhigung als Folge dieser Entwicklung gesprochen.

    Im Verkehrsentwicklungsplan 2030 sind hierzu bereits erste Planungsansätze zur Wiederherstellung eines Stadtplatzes enthalten.

    Ein weiteres Thema an diesem Punkt stellt der geplante Neubau des Rathaus-Parkhauses dar. Hierbei wäre auch eine Weiterentwicklung als Quartiersgarage denkbar, wodurch sich Perspektiven für eine Umgestaltung des Gerberplatzes ergeben könnten.

  • 2. Station: Kreuzungsbereich Bleichstraße / Gerberstraße / Neugäßchen

    Die Landeshauptstadt hat den Knotenpunkt dieses Jahr fahrradfreundlich umgestaltet. Durch diese Maßnahme entsteht eine Verbesserung der Radwegeführung zwischen der Mainzer Straße und dem Rathaus.

    Die Route über das Neugäßchen und die Gerberstraße stellt eine gute Alternative gegenüber dem St. Johanner Markt dar.

  • 3. Station: Großherzog-Friedrich-Höfe und Landwehrplatz

    Die Großherzog-Friedrich-Höfe sind ein neu erbautes innerstädtisches Wohnprojekt. Durch innenstadtnahes Wohnen können die Bewohner der Höfe ihre Abhängigkeit vom Pkw reduzieren.

    Da dieses Wohnobjekt eine recht große Tiefgarage besitzt, ist unter den Teilnehmenden eine Diskussion über die Stellplatzverordnung entstanden.

    Die Teilnehmenden haben zudem über die Umgestaltung des Landwehrplatzes gesprochen und darüber, dass er nur noch teilweise als Parkplatz genutzt wird. Aufgrund der zunehmenden Überhitzung städtischer Räume ist eine stärkere Entsiegelung solcher Plätze sinnvoll.

  • 4. Station: Gelände früheres Evangelisches Krankenhaus

    Die Evangelische Kirchengemeinde St. Johann und das Planungsbüro Kernplan haben auf dem Rundgang die aktuellen (Konzept-)Planungen für diesen Standort vorgestellt.

    In dem Zusammenhang haben sie die Chancen beziehungsweise Risiken dieser Planungen für solch ein wichtigen Innenstadtstandort mit den Teilnehmenden diskutiert.

    Der Standort ist durch die Saarbahn- und Bushaltestellen in direkter Näher sehr gut an den ÖPNV angeschlossen. Dennoch sind die Organisation und die Regelung des ruhenden Pkw-Verkehrs ebenfalls wichtig.

  • 5. Station: Paul-Marien-Straße / Großherzog-Friedrich-Straße

    Die Einführung der Tempo-30-Regelung hat zu einer Verringerung der Lärmbelastung für die Bewohner dieser viel befahrenen Straße geführt.

    Die Teilnehmenden haben die Wohnqualität der parallel zur Paul-Marien-Straße verlaufenden Privatstraße als sehr positiv bewertet. Die Mischung von Wohnbebauung und Kleingewerbe haben sie als angenehm wahrgenommen.

    Im Rahmen der städtischen Mobilitätsplanung könnte die Landeshauptstadt das Augenmerk auf ähnlich gelagerte Standorte und die Entwicklung ihrer Potentiale richten.

  • 6. Station: Mainzer Straße / Paul-Marien-Straße

    Die Mainzer Straße hat seit der Realisierung der Ostspange und der Saarbahn eine deutliche Verkehrsreduktion erlebt. Dadurch ist die Aufenthalts- und Wohnqualität der Straße angestiegen.

    Außerdem ist eine lebhafte Entwicklung im Bereich des Gastronomie- und Dienstleistungsgewerbes zu spüren.

    Die Verlagerung von Kfz-Verkehr führt an einer Stelle zu Entlastungen und Qualitätsverbesserungen im öffentlichen Raum. Jedoch ist immer zu beachten, dass dadurch an anderer Stelle mehr Verkehr entsteht.

    Um die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern, ist daher eine stadtweite Kfz-Verkehrsreduktion sinnvoll.

  • 7. Station: Mainzer Straße / Uhlandstraße

    Die Teilnehmenden haben an dieser Station über die Führung des Radverkehrs und deren Vor- und Nachteile diskutiert.

    Stadteinwärts verläuft der Radverkehr auf einem getrennten Geh- und Fahrradweg, stadtauswärts auf einem eigenen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn.

    Die Rundgangsteilnehmenden haben die Führungsformen unterschiedlich bewertet. Allerdings standen viele der Führung des Radverkehrs gemeinsam mit dem Fußgängerverkehr kritisch gegenüber, da der Weg schmal ist und die Gehwege teilweise mit Außenbestuhlung der Gastronomie belegt sind.

  • 8. Station: Velobox Großherzog-Friedrich-Straße

    An diesem Standort haben die Teilnehmenden über das Problem des ruhenden Radverkehrs diskutiert.

    Gesicherte Fahrradstellplätze wie die „Velobox“ stellen eine wichtige Verbesserung für die nachhaltige Fortbewegung mit dem Fahrrad dar.

  • 9. Station: Arndtstraße / Mainzer Straße

    Auf dem Weg durch die Arndt- und Mainzer Straße (stadtauswärts) wird die Veränderung der Verkehrsmittelwahl spürbar: Der Fußgängerverkehr nimmt ab, während der Anteil des Kfz-Verkehrs zunimmt.

    Obwohl entlang der Mainzer Straße beidseitig Radwege existieren, nimmt auch der Radverkehr stadtauswärts immer weiter ab.

    Das häufige Parken von Lieferfahrzeugen auf Radstreifen im Stadtgebiet war hier ebenfalls Thema.

    Bei dieser Gelegenheit hat ein Teilnehmer erwähnt, dass Lieferfahrzeuge in Berlin häufig nicht auf Radstreifen anhalten, sondern auf dem rechten Fahrstreifen. So werden Radfahrer nicht zu gefährlichen Spurwechseln genötigt.

    Die Teilnehmenden diskutieren außerdem über die Begrünung der Saarbahntrasse. An verschiedenen Stellen (zum Beispiel Mainzer Straße oder Lebacher Straße) könnte dies ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas sein.

    Andere Städte praktizieren dieses Vorgehen bereits jetzt schon. Allerdings nutzt in Saarbrücken die Polizei die Saarbahn-Trasse für schnelle Einsatzfahrten.

  • 10. Station: Saarbahnhaltestelle Römerkastell und Ostspangenkreisel

    Ursprünglich war eine Fahrt mit der Saarbahn zum Römerkastell geplant. Da am Tag des Rundgangs die Saarbahn gestreikt hat, haben die Veranstalter die Inhalte der Station jedoch in Höhe der Polizeiinspektion mit den Teilnehmenden besprochen.

    Der Knotenpunkt Ostspangenkreisel hat eine große Bedeutung für den Saarbrücker Osten. Die Mobilitätsstation Römerkastell verknüpft zudem die Saarbahn mit unterschiedlichen Buslinien.

    Das Stadtentwicklungsprojekt Quartier Neue City Ost / Osthafen profitiert ebenfalls von der Lage im Bereich der hinteren Mainzer Straße beziehungsweise Brebacher Landstraße.

    Derzeit plant die Saarbahn eine Erweiterung ihres Netzes in Richtung Halberg. Der zusätzliche Neubau eines Bahnhaltepunkts im Bereich der Breslauer Straße kann in Zukunft eine verbesserte Verknüpfung der Verkehrsmittel und ein besseres Angebot des Wohngebiets Eschberg an den ÖPNV bieten.