Haushaltsbefragungen

Als erste vorbereitende Maßnahme hat das Stadtplanungsamt eine Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten durchgeführt.

Eurobahnhof Saarbrücken - Visundi GmbH

Eurobahnhof Saarbrücken - Visundi GmbH

Eurobahnhof Saarbrücken - Visundi GmbH

Befragung 2025

Wie sind wir in unserer Landeshauptstadt eigentlich unterwegs? Um diese Frage zu beantworten, wurden rund 24.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte im Spätsommer 2025 um ihre Teilnahme bei der großen Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten gebeten. Rund 3.700 Saarbrückerinnen und Saarbrücker haben bei der Mobilitätsbefragung mitgemacht. Mit dieser Rücklaufquote können fundierte statistischen Aussagen getroffen und das Verkehrsmodell aktualisiert werden.

Das Verkehrsmodell ist eine computergestützte Abbildung aller wichtigen Straßen. Es bildet die Verkehrsbelastungen aller Verkehrsarten auf den einzelnen Streckenabschnitten ab. Prognosen, Szenarien und konkrete Maßnahmen können damit untersucht und entwickelt werden.

Die Haushaltsbefragung besteht aus drei Teilen: Haushaltsfragebogen, Personenfragebögen und Wegeprotokolle für jede Person, die im Haushalt lebt. Neben Angaben zum Haushalt und zur Person, sollten die Befragen die an einem vorgegebenen Stichtag zurückgelegten Wege dokumentieren.

Verkehrsmittelwahl nach Wegeaufkommen 2025 (außen) im Vergleich zu 2010 (innen) - LHS

Verkehrsmittelwahl nach Wegeaufkommen 2025 (außen) im Vergleich zu 2010 (innen) - LHS

Verkehrsmittelwahl nach Wegeaufkommen 2025 (außen) im Vergleich zu 2010 (innen) - LHS

Ergebnisse

Nun liegen die Ergebnisse vor – sie bilden das Fundament für die Entwicklung unseres zukünftigen „Mobilitätsplans Saarbrücken 2040“.

 Wie bewegen wir uns in Saarbrücken? … ein genauer Blick lohnt sich:

Seit der letzten vergleichbaren Erhebung aus dem Jahr 2010 hat sich einiges getan: E-Bikes sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken, Home-Office hat unsere Arbeitswege verändert und neue Ticketangebote (z. B. Deutschlandticket) haben den ÖPNV attraktiver gemacht. Die aktuelle Befragung zeigt deutlich, wo wir heute stehen:

  • Der „Modal Split“ – Unser täglicher Mobilitätsmix: Die Auswertung zeigt, welche Verkehrsmittel wir für unsere Wege wählen. Während das Auto nach wie vor mit 51% eine zentrale Rolle spielt, gewinnt das Fahrrad deutlich an Bedeutung: Seine Nutzung hat sich von 4% auf 11 % fast verdreifacht – in den zentralen Stadtteilen sogar noch stärker.
  • Wofür sind wir unterwegs? Ein Großteil der Wege entfällt auf den Berufsverkehr und den Einkauf. Überraschend hoch ist jedoch auch mit 25% der Anteil an Wegen, die wir für Freizeitaktivitäten in unserer Stadt zurücklegen.
  • Besitzverhältnisse: Interessant ist, dass die Verfügbarkeit von Fahrrädern und Elektro-Kleinstfahrzeugen (wie E-Scootern) in den Saarbrücker Haushalten deutlich gestiegen ist, was neue Chancen für eine klimafreundliche Stadtmobilität eröffnet.

Neben diesen drei beispielhaften Ergebnissen gibt es eine ganze Reihe weiterer Auswertungen zu unterschiedlichen Fragen der Mobilität der Saarbrücker Bevölkerung: Wie viele Wege legen die Saarbrückerinnen und Saarbrücker zurück und wie lang sind diese Wege? Aus welchen Gründen werden die Wege zurückgelegt? Wo steht Saarbrücken im Vergleich zu anderen Großstädten? Wie unterscheidet sich das Mobilitätsverhalten in den Saarbrücker Stadtteilen und zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen? Wie werden die unterschiedlichen Verkehrssysteme in Saarbrücken genutzt und bewertet?

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie im Bericht zur Mobilitätsbefragung.